Immer mehr Hausbesitzer möchten eine Photovoltaik-Anlage auf ihrem Flachdach installieren. Bevor die Module kommen, muss allerdings die Abdichtung stimmen – sonst droht ein teures Nachspiel.
Erst abdichten, dann Module
Mein dringender Rat: Prüfen Sie die Abdichtung, bevor die PV-Anlage montiert wird. Denn wenn die Module erst einmal stehen, ist eine Sanierung der Abdichtung darunter extrem aufwändig und teuer – die Module müssen komplett demontiert werden.
Durchdringungsfreie Montage
Moderne PV-Montagesysteme für Flachdächer kommen ohne Durchdringung der Abdichtung aus. Die Module werden auf Gestellen montiert, die mit Ballastierung (Betonplatten, Kies) gegen Abheben gesichert werden. Das ist die beste Lösung, weil:
- Keine Löcher in der Abdichtung
- Keine zusätzlichen Schwachstellen
- Module können für Wartung verschoben werden
Wenn Durchdringungen nötig sind
Manchmal lässt sich eine Durchdringung nicht vermeiden – etwa bei Kabelführungen oder speziellen Montagesystemen. Dann muss der Anschluss mit Triflex-Flüssigkunststoff fachgerecht abgedichtet werden.
Statik beachten
PV-Module mit Ballastierung sind schwer (bis zu 25 kg/m²). Zusammen mit der bestehenden Dachkonstruktion, Dämmung und eventueller Schneelast muss die Tragfähigkeit geprüft werden.
Der ideale Zeitpunkt
Wenn Ihr Flachdach sowieso saniert werden muss, ist das der perfekte Zeitpunkt für PV: Abdichtung erneuern, Dämmung verbessern und PV-Anlage installieren – alles in einem Zug.