Lichtkuppeln bringen Tageslicht ins Gebäude – aber sie sind auch eine der häufigsten Schwachstellen auf dem Flachdach. Jede Durchdringung der Abdichtung ist ein potenzielles Leck.
Warum Lichtkuppeln so kritisch sind
Eine Lichtkuppel durchbricht die Abdichtungsebene. Das heißt: Die Abdichtung muss sauber an den Rahmen angeschlossen werden. Und dieser Anschluss ist extremen Belastungen ausgesetzt:
- Temperaturdehnung: Der Rahmen dehnt sich bei Hitze aus und zieht sich bei Kälte zusammen
- UV-Strahlung: Der Anschluss ist der Sonne direkt ausgesetzt
- Mechanische Belastung: Wind und Wetter zerren am Rahmen
Einbau und Abdichtung
Beim Einbau einer Lichtkuppel kommt es auf drei Dinge an:
1. Aufsetzkranz
Der Aufsetzkranz muss mindestens 15 cm über die Abdichtungsebene ragen. So kann kein Wasser über den Rand laufen.
2. Anschluss mit Flüssigkunststoff
Den Anschluss zwischen Aufsetzkranz und Abdichtung führe ich mit Triflex-Flüssigkunststoff aus. Nahtlos, flexibel, dauerhaft dicht. Bitumenbahnen können hier nicht sauber angeschlossen werden.
3. Entwässerung
Rund um die Lichtkuppel muss das Wasser abfließen können. Mulden oder Rinnen verhindern stehendes Wasser am Anschluss.
Alte Lichtkuppeln erneuern
Wenn Ihre Lichtkuppel trüb, vergilbt oder undicht ist, lohnt sich der Austausch. Moderne Lichtkuppeln haben bessere Wärmedämmung, UV-Schutz und sind deutlich leichter zu warten.