Bei Flachdächern gibt es zwei Entwässerungssysteme: innenliegend (über Dachgullys) und außenliegend (über Dachrinnen und Fallrohre). Beide haben ihre Berechtigung – aber andere Wartungsanforderungen.
Innenliegende Entwässerung
Das Wasser fließt über das Gefälle zu einem oder mehreren Dachgullys in der Dachfläche. Von dort durch die Konstruktion ins Fallrohr.
Vorteile:
- Kein sichtbares Fallrohr an der Fassade
- Frostsicherer (Fallrohr liegt im beheizten Gebäude)
- Ästhetisch saubere Lösung
Nachteile:
- Regelmäßige Wartung nötig (Laub, Schmutz)
- Bei Verstopfung: Wasser staut sich auf dem Dach
- Notentwässerung erforderlich (Notüberlauf oder Notablauf)
Außenliegende Entwässerung
Das Wasser fließt über das Gefälle zur Dachkante und wird über eine Rinne und Fallrohr abgeleitet.
Vorteile:
- Einfacher zu warten und zu reinigen
- Verstopfung ist sofort sichtbar
- Günstigere Installation
Nachteile:
- Fallrohr an der Fassade sichtbar
- Frostgefahr bei außenliegenden Fallrohren
- Dachrandabschluss muss sauber ausgeführt werden
Wartung ist Pflicht
Egal welches System: Entwässerung muss gewartet werden. Mindestens zweimal im Jahr – im Frühling nach dem Pollenflug und im Herbst nach dem Laubfall. Wartungsvertrag anfragen.